Scaping-Light LEDs by Aquarienkontor

Aquarienkontor hat zum 01.08.2017 von der Firma LiWeBe, D. Bernhardt die Scaping-Light LED Produktion übernommen und baut damit sein Engagement in der LED-Herstellung aus.


Scaping-Light

Nach der Übernahme der Produktserien AquaLED und Aqua Styl LED von der ehemaligen Lum-Light GmbH, Köln im Jahr 2016 haben wir nun unsere Produktpalette erweitert. Mit den Scaping-Light LED`s steht und nunmehr ein leistungsstarkes LED-System zur Verfügung, welches für Großaquarien als auch Meerwasseraquarien eingesetzt werden kann. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen das Scaping-Light System näher vorstellen und Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten erläutern.

Scaping-Light - der Allrounder unter den LED-Aquarienleuchten.

Scaping-Light mit Seilhalterung
Scaping-Light mit Seilaufhängung
Scaping-Light in Abdeckung
Scaping-Light in Abdeckung

Das leistungsstarke Scaping-Light LED System ist ein wahrer Allrounder. Es kann sowohl als Einbau-, Aufsatz- wie auch als Hängeleuchte betrieben werden und ist individuell bestückbar. So steht dem Aquarienkontor schlagartig ein LED-System zur Verfügung das sowohl in der Süß- wie auch der Meerwasseraquaristik und der Terraristik eingesetzt werden kann.

Halter für unterschiedliche Betriebsweisen

Scaping-Light Brückenhalter
Scaping-Light Brückenhalter
Scaping-Light in Abdeckung
Randhalter
Svariohalter
Variohalter
  • Randhalterung zur Befestigung der Scaping-Light in einer Abdeckung oder flach über dem Aquarium
  • Brückenhalter (90°), mit ihm kann die Leuchte etwas erhöht auf den Aquariumrand betrieben werden.
  • Variohalterung für Abdeckungen (innen). Kippt die Leuchte in einen 30-45° Winkel. Optimiert den Lichteinfall.
  • Seilhalterung, zur höhenverstellbaren Anbringung über dem Aquarium. Ideal für offene Aquarien.

Die Overlap-Technology

Overlap-Technology
Overlap-Technology

Die Overlap-Technology erhöht den Abstrahlwinkel der Leuchte um gute 25%. Anders als bei herkömmlichen LED-Leuchten, wo die LEDs im 90° Winkel vom Leuchtenkörper abstrahlen sind bei der Scaping-Light zwei LED-Reihen in einem ca. 30° Winkel angeordnet. Diese Bauweise optimiert den Abstrahlwinkel.

Bei den bisher im Handel oft üblichen LED-Leuchtbalken (mit einem Abstrahlwinkel von ca. 120°) empfiehlt es sich einen Leuchtbalken je angefangene 25-35 cm Aquariumbreite einzusetzen. Durch die Overlap-Technology konnte dieser Wert auf ca. 40-50 cm / LED-Leuchtbalken erhöht werden.

Für fast alle Abdeckungen geeignet

Das Profil der Scaping-Light verfügt über einen großen Kühlkörper um auch bei voll aufgefahrenen LEDs für eine optimale Kühlung zu sorgen. Das Aluminiumprofil ist als Wendeprofil so konstruiert, dass es für diverse Aquariumabdeckungen geeignet ist (u.a. auch für Aquariumabdeckungen der Hersteller Juwel, Eheim, Diversa etc.).

Hohe Lichtleistung und ideale Spektralbereiche

Die hohen Lichtleistungen und die idealen Spektralzusammenstellungen der Scaping-Light LEDs ermöglichen es die Scaping-Light vom kleinen AquaScape Aquarium bis hin zur hohen Seewasseranlage einzusetzen. Mit rund 145 Lumen/Watt (weiße LEDs) zählt die Scaping-Light zu einem der stärksten LED-Systemen, die in Aquarienabdeckungen eingebaut werden können.

Aber die Beleuchtungsstärke allein sagt noch nichts über die Qualität einer Leuchte aus. Für eine genaue Bewertung sind weitere Daten erforderlich

Farbwiedergabeindex

Farbwiedergabe SL-Biotop plus
Messung SL-Biotop plus

Der Farbwiedergabeindex gibt Auskunft darüber mit welcher Qualität eine Leuchte die Farben des Lichtes wiedergibt. Der Farbwiedergabeindex wird in der Einheit CRI bzw. Ra angegeben und umfasst die Messung von 8 Einzelfarben, die addiert und durch 8 geteilt werden. Der so errechnete Durchschnitt gibt den Ra-Wert an.

Mit Einführung der LED-Technik wurde der Messbereich von 8 auf 15 Farben erweitert, deren Durchschnittswert in der Einheit Re angegeben wird.

Die nebenstehende Grafik zeigt eine Messung der Scaping-Light Biotop plus, die mit ganz hervorragenden Werten von Ra=94 und Re=92 überzeugt.

Die Sache mit den Chlorophyllen...

Pflanzen und Korallen benötigen nicht irgendein - sondern das richtige Licht um ihre natürlichen Farbstoffe zu bilden. Chlorophylle haben in der Photosynthese die Aufgabe, das Licht zu absorbieren und weiterzuleiten. Die Chlorophyllmoleküle sind dabei in Lichtsammelkomplexen angeordnet, die zum einen eine möglichst große Aufnahmefläche bilden und zum anderen als energetischer Trichter die Energie zum photosynthesischen Reaktionszentrum leiten.

Es ist also von ganz entscheidender Bedeutung, dass wir für Organismen, die Photosynthese betreiben, stets das richtige Licht anbieten. Die folgende Grafik zeigt den Verlauf der Chlorophyllkurven und Photosynthese im Spektralbereich von 400 - 700 nm.

Chlorophyllkurven
Chlorophyllkurven

Der PAR-Wert

Das Lichtspektrum ist von entscheidender Bedeutung, da es sich im Süßwasseraquarium unmittelbar auf das Pflanzenwachstum und im Meerwasser auf das Wachstum der Korallen auswirkt. Nur wenn die Spektralbereiche richtig abgedeckt sind kann die Chlorophyllbildung und die Photosynthese optimal funktionieren

Der PPDF-Wert

Biotop plus
Biotop plus

Für die Bewertung des Spektrums wird oft der PAR-Wert (Photosynthesisch aktive Strahlung / Photosynthetically Active Radiation) heran gezogen. Jedoch gibt dieser Wert nur eine bedingte Information darüber, wie geeignet eine Leuchte ist.

Daher messen wir neben dem PAR-Wert auch den PPFD-Wert. Er gibt eine direkte Aussage über die von der Leuchte abgegebenen Photonen, die pro Sekunde auf einer Fläche einem Quadratmeter auftreffen. Der PPDF-Wert wird in µmol/s/m² angegeben. Für eine Messung ermitteln wir in der Regel an 9 Messpunkten den Wert. Aus den gewonnenen Daten wird dann der Durchschnittswert ermittelt.

Die Beleuchtungsstärke

Wie hell eine Leuchte ist erfahren wir über die Einheit Lux. Es geht hierbei eher um die Helligkeit die dass menschliche Auge wahrnimmt. Die von einer Leuchte abgegebenen Lux haben keinen direkten Einfluss auf die Photosynthese. Dennoch empfinden wir Leuchten mit einem hohen Luxwert als heller und so fließt dieser Wert zumindnest in die sekundere Beurteilung ein, weshalb wir ihn in den Messergebnissen mit angeben.

Daten im Überblick

Anhand der Scaping-Light Biotop plus und der Scaping-Light Nautic UV zeigen wir Ihnen hier die ermittelte Messdaten, von je einer Süß- und einer Meerwasserleuchte. Die kompletten Messwerte aller Scaping-Licht LED-Leuchten finden Sie in Kürze im Produktbereich unter LED-Technik

Spektrum Biotop plus
Spektrum Biotop plus für Pflanzen
Spektrum Nautic UV
Spektrum Nautic UV für Korallen

Die unterschiedlichen Modelle

Je nach Einsatzgebiet stehen 5 unterschiedliche Modelle zur Verfügung. Die genaue Bestückung an LED-Reihen finden Sie in nachfolgender Tabelle:

Modell 2.500K 6.500K 10.000K RGB 472nm (blau) 660nm (rot) 380nm­ (UV-A)
African Lake --- 2x --- 1x --- --- ---
Biotop 1x 2x --- 1x --- --- ---
Biotop plus 1x 2x --- 1x --- 1x ---
Nautic --- --- 2x 1x 1x --- ---
Nautic UV --- --- 2x 1x 1x --- 1x

Wir empfehlen die "Biotop" für Süßwasseraquarien mit einem einfachen Pflanzenbesatz. Für Aqua-Scaping und anspruchsvolle Pflanzenaquarien eignet sich am besten die "Biotop plus", da diese mit ihren zusätzlichen speziellen roten LED`s die Chlorophyllkurve ideal abdeckt. Die "African Lake" legt ihren Schwerpunkt auf Tageslicht und Lichtsimulationen. Sie ist in der Lage afrikanische Barschaquarien ideal in Szene zu setzen. Die "Nautic" wird für einfache Seewasseraquarien empfohlen und eignet sich vor allem für Fisch- und Weichkorallen. Die mit zusätzlichen UV-LED´s bestückte "Nautic UV" und erzeugt das ideale Licht für Riffaquarien mit Steinkorallen. Abgerundet wird das Sortiment mit der Terra One welche für den Einsatz in der Terraristik bestimmt ist und sich ideal zur Pflege feuchter Biotope mit Moosen eignet.

Scaping-Light Nautic UV

Das folgende Video zeigt die Scaping-Light Nautic UV im Einsatz in einem Meerwasseraquarium

Lichtsteuerung - vieles ist möglich

Das Thema Lichtsteuerung findet in der LED-Beleuchtung große Bedeutung. Entgegen der früher gebräuchlichen Röhren-, HQI- und HQL-Systeme sollte eine LED gesteuert werden, denn so lassen sich die Spektralbereiche aus den einzelnen LEDs ideal zusammenstellen. Es bedarf sicherlich etwas Erfahrung hier das passende Licht zu kreieren, zumal die Lichtfarben bei den LED-Systemen fast immer unterschiedlich sind und die Beleuchtungsstärke von System zu System variiert und auch auf die Aquariumdaten abgestimmt werden muss.

Kompatibilität

Die Scaping-Light LEDs können mit den meisten LED-Controlern angesteuert werden. So eignet sich z.B. der Scaping-Light Tageslichtsimulator oder die Aquariumcomputer von GHL ProfiLux für die Ansteuerung.

Programme und Programmierservice

Es besteht jeweils die Möglichkeit vorgefertigte Basisprogramme mitzubestellen oder sich von unserem kooperationspartner DF-Aquarienservice eine individuelle Programmierung erstellen zu lassen, die bei Lieferung der Steuerung bereits aufgespielt ist (Plug-and-Play). Diese Serviceleistungen ermöglichen es Ihnen als Aquarianer mit einer sicheren und auf das Thema des Aquariums zugeschnittenen Beleuchtung zu arbeiten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage von DF-Aquarienservice